Nervensystembasiert arbeiten 
Polyvagal-Theorie & autonome Regulation Professionell einsetzen

Warum ich Sie hier duze

Sie werden bemerken, dass die Sprache auf den Kursseiten wechselt, dort werden Sie mit Du angesprochen. Das Du ist bewusst gewählt: Online-Kurse sind ein eigenständiges, digitales Lernformat, in dem Sie einen ganz persönlichen Prozess durchlaufen. Das Du schafft dabei eine direkte und einladende Lernatmosphäre, die das eigenständige Arbeiten und den Kontakt mit sich selbst unterstützt.

Nervensystem verstehen und Beziehungen professionell begleiten

Warum geraten Paare und Einzelpersonen wiederkehrend in dieselben Muster? Warum eskalieren Gespräche, trotz Reflexion und Bereitschaft, so schnell? Und weshalb brechen Menschen emotional ab, gerade dann, wenn Bindung relevant wird?

Weil Beziehung neurobiologisch organisiert ist.

Neurozeption – die unbewusste Bewertung von Sicherheit und Gefahr – entscheidet in Millisekunden darüber, ob Kontakt möglich ist oder ob Schutz aktiviert wird: Kampf, Flucht, Rückzug oder Kollaps.

Typische Herausforderungen in Therapie, Coaching und Paarberatung


  • Klient:innen sprechen rational, während ihr Nervensystem dereguliert, ist

  • Paare wiederholen Muster, die sie selbst nicht kognitiv nachvollziehen können

  • Gespräche kippen, obwohl beide „nur reden wollten“

  • Schutzreaktionen werden als Persönlichkeitsmerkmale missinterpretiert

  • Bindung und Bedrohung treten gleichzeitig auf – ein hochkomplexer Zustand

  • Therapeut:innen spüren Instabilität im Raum, die sich sprachlich nicht zeigt

Diese Fortbildung bietet ein fundiertes fachliches Raster, um diese Dynamiken klar zu erfassen und wirksam zu begleiten.

Für wen diese Fortbildung in Therapie, Coaching und Paarberatung geeignet ist

Für Fachpersonen, die ihr methodisches Repertoire erweitern möchten:


  • Psychotherapeut:innen

  • Paar- und Familientherapeut:innen

  • Coaches (Embodyment, Beziehung, Persönlichkeitsentwicklung)

  • Pädagog:innen & psychosoziale Fachkräfte

  • Berater:innen im Beziehungs- und psychosozialen Feld

Sie richtet sich an Menschen, die nach professionellen Antworten suchen auf Fragen wie:


  • Wie setze ich die Polyvagal-Theorie in der Paar- und Einzeltherapie ein?

  • Wie nutze ich Co-Regulation therapeutisch?

  • Wie erkenne ich autonome Zustände im Gesprächsprozess?

  • Wie begleite ich Bindungsstress neurobiologisch fundiert?

So profitierst du beruflich von der Fortbildung


  • präzise Kenntnisse zu autonomen Zuständen, Neurozeption und Vagus-Funktionen

  • differenzierte Analyse typischer Paardynamiken im Stress

  • diagnostische Anhaltspunkte für Schutzreaktionen

  • Interventionen für Stabilisierung, Orientierung und Co-Regulation

  • neurobiologische Grundlagen für Bindung und Beziehungsfähigkeit

  • Erklärungsmodelle, die Klient:innen entlasten und Zugänge eröffnen

  • körperorientierte Tools, die therapeutische Prozesse vertiefen

Es entsteht ein fein abgestimmtes Verständnis, das Sprache, Körper und Beziehung integriert.

Was diese Fortbildung fachlich und methodisch auszeichnet


  • hohe fachliche Tiefe, gleichzeitig praxisorientiert

  • klar strukturierte Vermittlung der Polyvagal-Theorie

  • sofort in Paar-, Einzelarbeit integrierbar

  • körperbasiert, ohne esoterische Elemente

  • fundiert, differenziert, neurobiologisch präzise

Stimmen von Fachpersonen

„Die beste Übersetzung der Polyvagal-Theorie in die Paartherapie, die ich bisher erlebt habe.“

Psychotherapeutin

„Co-Regulation ist für mich jetzt ein konkretes Werkzeug, kein abstraktes Konzept mehr.“

Coach

„Die Dynamiken zwischen zwei Nervensystemen zu sehen, hat meine Fallarbeit enorm verändert.“

– Paartherapeutin

Die 5 Module der Fortbildung im Überblick

MODUL 1 – GRUNDLAGEN DER WAHRNEHMUNG & NEUROZEPTION

  • Die vier Zugänge zur Welt: Exterozeption, Interozeption, Propriozeption und Neurozeption, auch im Paarkontext erlebbar.
  • Wie frühkindliche Erfahrungen unsere Wahrnehmung im Beziehungsfeld prägen.
  • Wie zwei Nervensysteme in einer Beziehung Bedrohung „fühlen“, oft ohne bewusste Absicht.
  • Porges’ Konzept der Neurozeption als Basis für Verständigung jenseits des Sagbaren.
  • Dysregulierung & fehlerhafte Kalibrierung in Bindungssituationen.
  • Sicherheit im Innen, Außen & Zwischen, zentrale Ressource für Beziehung, Begleitung & Co-Regulation.

PDF-Impulse:

  • Übersicht Wahrnehmungssysteme & Neurozeption.
  • Reflexion: „Wo bin ich auf Empfang und wo auf Alarm?“
  • Selbstcheck: Neurozeption in der Paararbeit erkennen.

MODUL 2 – DAS DREIEINIGE GEHIRN & NEUROPLASTIZITÄT

  • Neocortex, Limbisches System & Stammhirn im Beziehungsstress.
  • Was passiert im Gehirn, wenn Verbindung zur Bedrohung wird?
  • Wie alte Schutzreaktionen Bindung erschweren, auch bei Klient:innen.
  • Wie neue Erfahrungen im zwischenmenschlichen Kontakt das Gehirn verändern.
  • Veränderung durch verkörperte Beziehungserfahrungen in Therapie, Coaching und Partnerschaft.

PDF-Impulse:

  • Visualisierung: Das dreieinige Gehirn in Beziehungsstress & Regulation.
  • Reflexion: „Wer übernimmt wann das Steuer, bei mir und bei anderen?“
  • Selbstbeobachtung: Wiederholung & Veränderung in Beziehungen.

MODUL 3 – AUTONOME ZUSTÄNDE & ÜBERLEBENSREAKTIONEN

  • Was reguliert das Nervensystem, auch im Kontakt mit anderen?
  • Sympathische Aktivierung in Paarbeziehungen: Streit, Vorwürfe, Rückzug.
  • Dorsaler Vagus & Shutdown: Nähe als Überforderung.
  • Der ventrale Vagus als Basis für Verbundenheit, Neugier & Empathie.
  • Freeze, Fawn & Dissoziation als Schutzreaktionen in Beziehungsmustern.
  • Die Vagusbremse, entscheidend für Differenzierung, Grenzen & Verbindung.
  • Resilienz als Fähigkeit, in der Beziehung reguliert zu bleiben.

PDF-Impulse:

  • Übersicht autonome Zustände im Paarkontext.
  • Reflexion: „Wie reagiert mein System und was löst es im Gegenüber aus?“
  • Selbstcheck: Wann bin ich offen für Nähe und wann im Überlebensmodus?

MODUL 4 - SICHERHEIT, SOZIOTASE & FOLGEN VON DYSREGULATION

  • Soziotase: Wie gefühlte Sicherheit Beziehungsräume verändert.
  • Mimik, Stimme, Nähe – wie Sicherheit über Körper geschieht.
  • Dysregulierung als gemeinsame Geschichte zweier Nervensysteme.
  • Über- & Untererregung im Kontakt: erkennen, benennen, begleiten.
  • Wenn Beziehung chronisch im Alarmzustand lebt. Paardynamiken neu verstehen.
  • Wie Sicherheit die Tür für Vertrauen, Intimität & Veränderung öffnet.

PDF-Impulse:

  • Selbstcheck: Wann fühle ich mich sicher und was macht das mit unserer Beziehung?
  • Übersicht Soziotase im Beziehungsfeld.
  • Reflexion: Wie sich Über- & Untererregung im Miteinander zeigen.

MODUL 5 – KO-REGULATION & SOZIALE VERBINDUNG

  • Was Ko-Regulation im therapeutischen und paarbezogenen Setting bedeutet.
  • Wie ein Nervensystem ein anderes beruhigen oder verunsichern kann.
  • Trauma & Marginalisierung in Beziehungsgeschichten mitdenken.
  • Zeichen von Sicherheit bewusst senden, in Beratung, Therapie & Partnerschaft.
  • Stimme, Blick, Gestik als Werkzeuge der Regulation im zwischenmenschlichen Raum.
  • Kollektive & kulturelle Wege der Co-Regulation.
  • Verbindung aufbauen: mit sich, mit anderen und mit dem, was trägt.

PDF-Impulse:

  • Reflexion: Wie erlebe ich Ko-Regulation in Beziehung & Beruf?
  • Selbstbeobachtung: „Bin ich im Kontakt oder im Schutz?“
  • Übungen zur Aktivierung von Verbindung & Co-Regulation.
  • Übersicht: Beziehung als Resonanzraum für Nervensysteme.

Jetzt deinen Zugang wählen und starten

Ob eigenständig oder begleitet,
du wählst den Rahmen,der dich in deiner aktuellen Situation am besten unterstützt.

Selbstlern-Kurs

Du arbeitest eigenständig mit den Inhalten und vertiefst die theoretischen Grundlagen in deinem eigenen Rhythmus.

Die Module sind praxisnah aufgebaut und unterstützen dich dabei, zentrale Konzepte in dein berufliches Handeln zu übertragen.

Dieses Format eignet sich besonders, wenn du dich fachlich weiterentwickeln möchtest, unabhängig von festen Terminen.

Kurs mit Zoom-Begleitung

Im begleiteten Format startest du gemeinsam mit einer festen Gruppe.

Die Live-Zooms dienen der fachlichen Einordnung, Praxisreflexion und dem kollegialen Austausch.
Eigene Fallbeispiele können – wenn gewünscht – eingebracht und gemeinsam betrachtet werden.

Der Kurs verbindet theoretische Fundierung mit konkreter Übertragbarkeit in dein berufliches Feld.

Die Module werden 14tägig freigeschaltet.
Zwei Wochen nach Kursbeginn findet der erste Live-Zoom statt.
Anschließend wechseln sich Module und Zoom-Termine rhythmisch ab.

Nach jedem Live-Zoom erscheint am Folgetag das jeweils nächste Modul.
So entsteht ein klarer, gut strukturierter Lernprozess.

Solltest du einmal nicht teilnehmen können, stehen dir die Aufzeichnungen zur Verfügung.

Supervision (Zoom)

In der Supervision widmen wir uns deiner konkreten Fallarbeit.

Du erhältst Raum zur Reflexion, fachlichen Einordnung und zur Klärung von Dynamiken im zwischenmenschlichen Kontext.

Dieses Format eignet sich besonders, wenn du einzelne Prozesse vertiefen oder deine eigene Haltung im Begleitungsprozess weiter schärfen möchtest.

ZUGANG SELBSTLERN-KURS KURS MIT ZOOM-BEGLEITUNG ✨
Preis 199 € einmalig 369 € einmalig
oder Rate 2 × 190 €
Ideal für dich, wenn… du im eigenen Tempo arbeiten möchtest du gemeinsam starten und begleitet werden möchtest
Module 5 Module, sofortiger Zugang 5 Module, 14-tägige Freischaltung
Material Workbook (ca. 60–65 Seiten) mit Impulsen, Übungen & Reflexion Workbook (ca. 60–65 Seiten) + vertiefende Integration im Zoom
Starttermine

Sommerdurchgang

Gemeinsamer Start mit Modul 1: 13.06.2026

Erster Live-Zoom: 26.06. – 21.08.2026 (14tägig Freitags 17:00 – 18:30 Uhr)

Herbstdurchgang

Gemeinsamer Start mit Modul 1: 27.09.2026

Erster Live-Zoom: 10.10 – 05.12.2026 (14tägig Samstags 09:30 – 11:00 Uhr)

Zoom 5 Live-Zoom-Termine à 1,5 Std.
Nach jedem Live-Zoom erscheint am Folgetag das jeweils nächste Modul.
Austausch Eigenständige Reflexion Moderierter Austausch & geschützter Erfahrungsraum
Aufzeichnungen Zugang zu den Zoom-Aufzeichnungen
Zugangsdauer 12 Monate 12 Monate

Wenn du deine therapeutische oder beratende Arbeit auf eine fundierte neurobiologische Grundlage stellen möchtest, dann erweitere hier dein Verständnis und deine Interventionen auf nervensystembasierter Ebene.

Jetzt nervensystembasiert arbeiten lernen

Häufige Fragen über nervensystembasiertes arbeiten

Ist der 14-Tage-Rhythmus nicht zu langsam?

Im Gegenteil. Die Fortbildung ist bewusst so gestaltet, dass sie mit einem anspruchsvollen Berufsalltag vereinbar ist. Der zweiwöchige Abstand verhindert Überforderung und ermöglicht es dir, Inhalte in deinem eigenen Tempo zu vertiefen und direkt in die Arbeit mit Klient:innen einfließen zu lassen.

Wie tief geht die Fortbildung in die Neurobiologie?

Fundiert, aber praxisnah. Die Tiefe ist darauf ausgelegt, direkt in der therapeutischen Arbeit nutzbar zu sein.

Ist Vorwissen notwendig?

Nein. Die Fortbildung baut systematisch auf und ist klar strukturiert.

Ist der Kurs eher für Paar- oder Einzelarbeit geeignet?

Für beides. Der Fokus liegt auf relationaler Regulation als Grundstruktur menschlicher Interaktion.

Gibt es konkrete Interventionen?

Ja: Regulationshilfen, Beobachtungsraster, therapeutische Mikro-Interventionen, Körper- und Präsenztools.

Wie praxisorientiert ist die Fortbildung?

Sehr. Jedes Modul enthält konkrete Anwendungen, Reflexionen und Praxisbeispiele.

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